Wohin geht die Reise bei und mit Airbnb?

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Mitte November präsentierte Brian Chesky, CEO von Airbnb, die Neuerungen der wohl bekanntesten Sharing-Economy-Plattform. Kunden sollen nun, mit Hilfe von Airbnb, ganz persönliche und „magische“ Reisen erleben. Die sogenannten „Trips“ verbinden die Möglichkeit, bei Privatpersonen zu übernachten und mit Angeboten von Ortsansässigen, die Stadt oder Region aus deren Blickwinkel kennenzulernen. So erzählt bspw. der ehemalige Gefängniswärter von Nelson Mandela bei einer Tour über Robben Island von seiner gemeinsamen Zeit mit dem Friedensnobelpreisträger während dessen 27-Jährigem Gefängnisaufenthalt.

Diese sogenannten „Entdeckungen“ („Experiences“) werden abgerundet durch die Möglichkeit, besondere Orte („Places“) abseits der klassischen Routen entdecken zu können. Auch hier zeigen Einheimische („Insider“) ihre „magischen“ Orte. Kelly Slater, ein Profisurfer, gibt Preis, wo sich die coolen Surfer Malibus treffen und welche Läden bei den Wellenreitern gerade besonders angesagt sind. In Kooperation mit Dertour werden zudem Audio Walks angeboten, die GPS-gesteuerte Informationen zur aktuell erlebten Umgebung liefern.

Die Reisenden sollen durch einen auf ihre Bedürfnisse und Wünsche zugeschnittenen Trip eine ganz individuelle Erfahrung machen, die sich von den Angeboten der klassischen Reiseanbieter abhebt. Airbnb unternimmt damit den Versuch, sich weiter von einer reinen Übernachtungsplattform zu lösen und immer stärker Einfluss auf die komplette Reiseplanung der Kunden zu nehmen. Welchen Einfluss hat das wiederum auf die klassischen touristischen Anbieter? Wie verändern sich die Übernachtungszahlen, die über Airbnb gebucht werden, in den nächsten Monaten? Ist Airbnb eine schöne Ergänzung des touristischen Portfolios einer Region oder findet hier in erster Linie eine Verdrängung von Hotels und Pensionen statt? Welchen Einfluss haben die neuen Angebote auf die Reiseanbieter?

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AirbnbMonitor – Analysen

Der AirbnbMonitor gibt Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Wir nutzen die Daten von Airbnb und setzen diese in Bezug zu räumlichen, touristischen und soziodemographischen Faktoren. Unsere Analysen geben Aufschluss über räumliche Konzentrationen von Angeboten, aktive Anbieter von Übernachtungsmöglichkeiten sowie den Einfluss von Airbnb auf Wohnraum und klassische touristische Angebote.

Link zur Präsentation von Brian Chesky

Autor: Stefan Staub

Schon als Kind war ich sehr gerne mit meinen Eltern im Wohnmobil unterwegs. Dabei hatte ich immer einen Atlas oder eine Karte auf meinem Schoß. Das Reisen und die bunten Karten gefielen mir so, dass ich später beschloss Geographie zu studieren. Hierbei entdeckte ich, dass auch die sozialen Aspekte des menschlichen Zusammenlebens äußerst spannend und eine Reise für sich sind. So habe ich meinen Schwerpunkt auf die Kulturgeographie und Soziologie gelegt. Heute arbeite ich als Senior Consultant bei COMPASS und freue mich darüber, dass ich all meine Leidenschaften ausleben und weitere für mich entdecken kann.

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