Tourismusanalyse 2014: Trends, Reiseabsichten und Reiseziele

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Für die Studie „Tourismusanalyse 2014“ der Stiftung für Zukunftsfragen (eine Initiative von British American Tobacco) wurde ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung in Deutschland – über 4.000 Personen ab 14 Jahren – in persönlichen („face-to-face“) Interviews befragt. Die Befragten mussten dabei Kernaussagen zu den folgenden Gebieten bewerten: Reisebilanz 2013, Inlandsreiseziele 2013, Reisekosten 2013, Auslandsreiseziele 2013, Fernreisemarkt 2013, Reisedauer 2013, Reiseabsichten 2014 und Reiseziele 2014. Außerdem gab es noch Kernaussagen zu den Themen Kurztrips, Fernreisen, Sparreisen und Sabbatical, um eventuelle Aussagen zu Trends treffen zu können. Im Folgenden gehen wir auf die Reiseabsichten & Reiseziele 2014 sowie die Reisetrends näher ein.

Bei den Reiseabsichten erleben wir keine große Überraschung. Etwa 45 % der Befragten wissen schon sicher, dass sie dieses Jahr auf Reise gehen werden. Das sind rund 2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Auch die Tatsache, dass das Gehalt einen Einfluss auf die Reiseabsicht hat ist nicht neu. Die Reiseverweigerer finden sich zum größten Teil unter den Hauptschulabsolventen und den Ruheständlern, sind gesamt aber 3 Prozentpunkte gesunken im Vergleich zum Vorjahr.

Stiftung-fuer-Zukunftsfragen_Tourismusanalyse-2014_Reiseziele-2014Auch die Prognosen bei den Reisezielen zeigen keine großen Neuerungen. Spanien verteidigt Platz 2 nach Deutschland. Neu ist, dass Italien die Türkei überholt hat. Bei den anhaltend negativen Schlagzeilen sicher auch keine große Verwunderung. Unter den Fernreisezielen gibt es Zuwachs bei asiatischen und amerikanischen Destination, Ägypten verzeichnet noch keine Besserung. Je jünger die Befragten, desto unklarer das Reiseziel, dies lässt sicher nicht nur durch mehr Risikofreudigkeit begründen, sondern vor allem auch durch die vielfältigen Last-Minute-Angebote im Internet, welche sich vor allem bei der jüngeren Zielgruppe größerer Beliebtheit erfreut.

Kommen wir nun zu den Reisetrends. Für über 60 % des Deutschen ist eine lange Urlaubsreise unverzichtbar. Dies schließt weitere Kurztrips übers Jahr jedoch nicht aus. Unterschiede bei den Kurztrips gibt es vor allem zwischen Fern- und Inlandsreisenden: 43 % (Inlandsreisende) vs. 24 % (Fernreisende) stimmen hier der Aussage zu „Ich verreise lieber kürzer, dafür öfter pro Jahr“. Bei den Besserverdienenden (Haushaltsnettoeinkommen über € 3.500) steigt die letzte Zahl (Fernreisende) dann wieder, hier kann man es sich leisten, beides zu tun.

Ein weiterer etwas besorgniserregender Trend ist, dieser Studie nach, dass wohl jeder zweite Deutsche -unabhängig vom Alter- beabsichtigt, nicht mehr jedes Jahr zu reisen, sondern nach einem Reisejahr, ein Jahr Reisepause einzulegen. Große Unterschiede sind hier vor allem bei den Gehältern zu erkennen, was wohl kaum verwundert. Bei den Niedrigverdienern ist die Zahl doppelt so hoch als bei den Besserverdienern. So lässt sich vermuten, dass dieser Trend zum einen von dem „Nicht-Leisten-Können“ herrührt und dazu führt, dass man dann lieber in einem Jahr verzichtet, um sich im darauffolgenden Jahr wieder etwas gönnen zu können. Dennoch stimmt auch jeder dritte Besserverdiener dieser Kernaussage zu. Es bleibt abzuwarten, ob diese prognostizierte „Verzichtserklärung“ zur Realität werden wird.Stiftung-fuer-Zukunftsfragen_Tourismusanalyse-2014_Sabbatical-vom-Reisen

Hier finden Sie eine aktuelle Studie des Instituts für Zukunftsfragen.

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Auch über einen regen Austausch in den Kommentaren, freuen wir uns!

Einen guten Start ins Wochenende wünscht

Henriette Stieger

Autor: Henriette Stieger

I hold a Masters degree MSc. in Public Policy and Human Development, major: Sustainable Development (Maastricht University). Furthermore, I am a certified Project Manager for European Sustainable Development 'PM4ESD' (APMG certified july 2013) and I am a certified Innovation Trainer (july 2014 by motiv® Gesellschaft für Innovation/ Society for Innovation). I hold a B.A. (august 2008) in International Business, major: Tourism Management (CBS Cologne) as well as a certificate in hotel management from the German Chamber of Commerce and Industry (july 2005). My consulting focus lies in marketing, training and sustainable tourism as well as in integrated regional development. Contact: stieger@compass-cbs.de, tel. +49 (0)221 9499201

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