GIS im Tourismus

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Im Rahmen meines Studiums an der Deutschen Sporthochschule Köln erhielt ich die Möglichkeit mich mit GIS auseinanderzusetzen und selbst auszutesten was mit einem solchen System alles angestellt werden kann. GIS steht für Geografische Informationssysteme und kombiniert Hardware, Software und Daten, die der Erfassung, Analyse, Aufzeichnung und des Managements von Informationen mit geografischen Bezügen dienen.

Es kann gesagt werden, dass GIS mehrere Hauptfunktionen besitzt, worunter die kartografische Darstellung bzw. die Visualisierung von geografischen Daten, das Management von solchen Daten und räumliche Analysen fallen.

Im Tourismus bedeutet dies unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Ein lokaler Akteur, der beispielsweise einen neuen Fahrradverleih eröffnen will, kann mit Hilfe von unterschiedlichen Features auf einen Blick sehen, wo sich Konkurrenzunternehmen befinden, wo die Straßen und Fahrradwege entlang führen (und vieles mehr), um so feststellen zu können, welcher Ort sich für eine Eröffnung eignen würde. GIS verschafft einen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge.

Neben Standortanalysen eignet sich GIS auch gut für die Raumplanung, um Konfliktpotentiale einzudämmen oder gar auszumerzen. Beispielsweise kann mit GPS-Geräten das Wegenetz von Wanderwegen, Fahrradwegen und Mountainbike-Routen aufgezeichnet werden. Diese Daten werden dann in einer GIS-Karte visuell dargestellt. Da bei einer solchen Karte unterschiedliche Datenebenen angelegt werden können, ist es möglich einzelne Ebenen auszublenden oder übereinander zu legen. So kann festgestellt werden, an welchen Punkten der Wege sich Schnittstellen bilden, die zu Konflikten zwischen Wanderern und Radfahrern führen können. Mithilfe der interaktiven Karte können entsprechende Bezüge und Zusammenhänge hergestellt und nach Lösungsansätzen oder -möglichkeiten gesucht werden. Auch Besucherlenkung  hinsichtlich Leitsystemen oder Beschilderungsstandorten kann über GIS geplant und veranschaulicht werden.

Im Hinblick auf Skipisten können bestimmte Features und Attributen unter anderem die Hangneigung aufzeigen. Dadurch kann eine entsprechende Pistenpräparation getroffen werden und Untersuchungen hinsichtlich der Sicherheit und Konflikte durchgeführt werden.

GPS-Geräte  dienen auch der Streckenvermessung um genaue Angaben zur Länge und auch zu Höhenmetern bei u.a. Wanderwegen zu erhalten. GPS steht für Global Positioning System und hält durch Satellitenempfang fest, wo sich jemand gerade befindet. Zur genauen Positionsbestimmung sind allerdings mindestens vier Satelliten nötig. Je mehr Satelliten, desto genauer ist die Positionsbestimmung. Aber nicht nur zu Analysezwecken sind die GPS Daten beliebt, die später gut auf einer interaktiven Karte dargestellt werden können, auch auf der Seite der Touristen erfreut sich die Nutzung der GPS Daten immer größerer Beliebtheit. Seien es GPS Daten des ADFC für verschiedene Radtouren oder um GeoCaches zu finden.

Insgesamt hat GIS sehr breitgefächerte Anwendungsmöglichkeiten und der Artikel soll lediglich einen kleinen Überblick über diese Möglichkeiten im Tourismus geben. Natürlich geht die Datenverarbeitung von GIS noch viel weiter und tiefer als in diesem Artikel beschrieben. Dennoch halte ich fest, dass auch der Tourismus von diesem System profitieren kann.

Autor: Sarah Holstein

I hold a BBA (2011) in International Tourism Management and Consultancy (NHTV Breda) and a certificate in hotel management from the German Chamber of Commerce and Industry (2008). I am with COMPASS since 2013 and my consulting focus lies on tourism marketing, destination management sustainable tourism. Contact: Holstein@compass-cbs.de, fon: +49 (0) 221 29062121

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