Fundraising für Non-Profit-Organisationen

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Im März fand in Brüssel ein Seminar zum Thema Fundraising für NGO´s im sozialen Bereich statt. Silke Tosch, die neben Projekten in der Regionalentwicklung auch Projekte kirchlicher Träger betreut, nahm an dem Seminar von „Eurodiaconia“ teil. Eurodiaconia vertritt in Brüssel über 40 europäische Verbände aus dem kirchlichen und diakonischen Bereich und hält die Kommunikation mit der Europäischen Kommission wach. Eurodiaconia erhebt ihre Stimme für soziale Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung.

Das Seminar sollte dazu dienen, neueste Entwicklungen im Bereich Fördermittel und Projektsteuerung in der EU-Fördermittellandschaft näher zu betrachten. Gerade für Non-Profit-Organisationen ist die Projektplanung ein enormer Aufwand und die Suche nach dem passenden Fördertopf gestaltet sich nicht immer einfach.

Selten werden Mittel für einzelne Projektträger bewilligt. Projekte müssen in der Regel von einem Konsortium getragen werden, um die Vernetzung innerhalb der EU zu verstärken und das Know-How zu gewährleisten. Transnationality lautet das Zauberwort. Eurodiaconia hilft ihren Mitgliedern bei der Partnersuche.

Bei manchen EU-Programmen ist oft nur eine Chance auf Förderung von 20% gegeben, einige sind sogar weitaus geringer. Für viele Projektträger ist es daher einfacher, sich nationalen oder regionalen Mitteln zu zuwenden, wo EU-Förderung in Verbindung mit nationalen oder regionalen Geldern verwaltet wird (vgl. INTERREG).

Da in den kirchlichen und diakonischen Bereichen viel mit Ehrenamtlichen gearbeitet wird, ist das Wissen um eine erfolgreiche Projektplanung oft sehr gering und man muss lange üben, um einen Projektplan abliefern zu können, der gute Aussicht auf Förderung hat. Aber, so tröstete eine Referentin, es schult.

Eine Teilnehmerin aus Tschechien berichtete, das bei ihrem Projekt, bei dem es um den Aufbau einer Sozialstation für Alleinerziehende ging, sie die Projektadministration an einen Externen vergeben hatten. Das kostet zwar fast 10% der Projektsumme, aber das Projekt konnte so erfolgreich abgeschlossen werden. Es kamen keine Rückforderungen der EU, die Zeitschiene wurde eingehalten etc. Die Profis hatten sich um alles Wesentliche bezüglich der Antragstellung, Abrechnung und Dokumentation gekümmert, sie haben die Indikatoren nachgehalten und die Regeln für die Öffentlichkeitsarbeit eingehalten.

COMPASS hat bei verschiedenen Projekten bereits beraten, diese begleitet und Prozesse moderiert, wobei die Projektträger nicht nur auf den sozialen Bereich beschränkt waren, sondern aus diversen Gebieten stammten. Außerdem bieten wir auch Unterstützung in Bezug auf weitere Förderprogramme, wie ESF, Erasmus+ und Horizon 2020.

Autor: Silke Tosch

Consulting for cross border project funding and cross border project development. My main focus lies in consulting for INTERREG V A + B in the German-Dutch border region. I also have broad experiences in cultural management. Contact: tosch@compass-cbs.de.

Ein Kommentar

  1. Mittlerweile wird in vielen Bereichen auf Fundraising zurückgegriffen. Es ist schon beeindruckend zu sehen, welche Entwicklung das ganze mittlerweile auch genommen hat.

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