Fam- und Pressetrip nach Burundi – Teil II unseres 8-tägigen Abenteuers im Herzen Afrikas

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Wie bereits im ersten Artikel über unser Burundisches Abenteuer erwähnt, organisierten wir zusammen mit dem Ministerium für Handel, Industrie, Post und Tourismus sowie dem Burundischen Amt für Tourismus und mit Unterstützung von Brussels Airlines einen ganz speziellen Fam- und Pressetrip nach Burundi. 8 Tage, 3 Journalisten und 3 Reiseveranstalter aus Deutschland sowie 2 COMPASS Berater, welche die Tour begleiteten, Guillermo Ribes und Henriette Stieger.

Sie haben den ersten Artikel noch nicht gelesen? Es ist sicher sinnvoll diesen dann zuerst zu lesen. Klicken Sie hier.

Nachdem wir die Nacht im brandneuen Tropitel in Gitega verbracht hatten, machten wir am Morgen nach dem Frühstück eine kleine Stadtrundfahrt durch Gitega. Gitega, ehemals Hauptstadt des Königreichs Burundi, bietet einige schöne architektonische Überreste seiner königlichen Zeiten. Außerdem findet man hier noch immer deutsche Einflüsse in Gebäuden aus der deutschen Kolonialzeit.

Burundische Trommler im Gishora Sacred Sanctuary

Burundische Trommler im Gishora Sacred Sanctuary

Im Anschluss fuhren wir Richtung Norden von Gitega nach Gishora, wo wir den „Sacred Sanctuary“ der Burundischen Trommler besuchten. Nach einer kurzen Einführung durch einen älteren Trommler über die Geschichte der Trommler im Allgemeinen, dass sie in der Vergangheit die Trommler des Königs waren, und wie es im frühen 19 Jahrhundert zur Heiligsprechung kam, kamen wir in den Genuss einer Live-Aufführung der Trommler. Jeder Schlag auf dieTrommeln hallte bis ins Mark wider, wirklich beeindruckend! Aber genug der Worte, sehen Sie sich lieber unser kurzes Video davon an.

Nach einem enstpannten Mittagessen, die Sonne genießend, setzen wir unsere Reise Richtung Rutana fort, wo wir die Nacht in der Peace Lodge verbrachten. Das verbleibende Tageslicht nutzten wir, um durch das kleine Städtchen Rutana zu schlender und etwas von der allabendlichen und geselligen Atmosphäre aufzunehmen.

Quelle des Nils

Quelle des Nils

Am kommenden Morgen ging es bereits recht füh weiter in Richtung eines weiteren Highlights unserer Reiseroute: die Quelle des Nils. Ich muss dies jedoch etwas spezifizieren, es handelt sich hierbei um die südlichste Quelle des weißen Nils. Wir machten einen kurzen Spaziergang hoch zur Pyramide und runter zur tatsächlichen Quelle. Man kann sehen, dass hier derzeit noch viel gearbeitet wird. Außerdem, bewirbt man sich für den Status UNESCO Weltkulturerbe.

Der nächste Punkt auf unserer Agenda war ein Besuch des German Krater bei Nyakazu, einer gewaltigen, Schluchten ähnlichen Landschaft, unweit der Grenze zu Tanzania und mit spektakulären Aussichten. Die Geschichte hinter diesem Naturdenkmal verrät, dass genau an diesem Punkt die Deutschen Soldaten während des 1. Weltkriegs von Tanzania aus in Burundi eindrangen. Man findet auch tatsächlich noch Überreste einer deutschen Befestigungsanlage. Nicht weit von hier wurden wir dann vom Begleiterteam des Tourismusamts in empfangen genommmen. Das Team hatte für uns ein Picknick direkt bei den Karera Wasserfällen organisiert, eine recht beindruckende Lunch-Location. Im Anschluss daran unternahmen wir eine rund einstündige Walkingtour zu einem zweiten Wasserfall. Diese hätte man noch durch eine Tour zu einem dritten Wasserfall erweitern können, leider passte dies jedoch nicht mehr in unsere Agenda. Einige Teilnehmer schienen darüber aber jedoch nicht großartig enttäuscht…

German Krater bei Nyakazu

German Krater bei Nyakazu

Am frühen Nachmittag setzten wir dann unsere Reise in Richtung Nyanza-Lac am Tanganyikasee fort, wo wir das Burton-Speke Denkmal besichtigten und einer Live-Aufführung der Agasimbo Tänzern zuschauten. Rund 1.5 Stunden später erreichten wir unsere Unterkunft für diese Nacht, das Blue Bay Beach Resort, eine Lodge ähnliche Anlage. Wunderschön gelegen am Tanganyikasee, wo man uns mit einem Abendessen am Strand mit Gitarrenmusik verwöhnte.

Der nächste Morgen war reserviert für Ausschlafen und etwas Zeit am Strand zu relaxen, eine Einladung, der alle Teilnehmer gerne folgten. Bevor wir dann an diesem Tag wieder in die Hauptstadt Bujumbura zurückkehrten, fuhren wir zum Lunch noch nach Rumonge, wo wir frisch gefangenen Mukeke vom Stock aßen.

Livingstone-Stanley Denkmal

Livingstone-Stanley Denkmal

Vor unserer Rückkehr zum Hotel Club du Lac, wo wir auch schon unsere allererste Nacht verbracht hatten, besuchten wir noch das Livingstone-Stanley Denkmal. Historiker streiten sich über die wahre Geschichte hinter diesem Denkmal. Einige behaupten dies wäre der Ort, wo sich der berühmte Entdecker und Missionar Dr. David Livingstone und der Journalist und Entdecker Henry Morton Stanley zum ersten Mal trafen und die berühmten Worte „Dr. Livingstone, nehme ich an?“ ihren Ursprung hatten. Andere Quellen jedoch verweisen darauf, dass dieses berühmte erste Treffen in Ujiji in Tanzania stattfand. Jedenfalls eine gute Geschichte zum Weitererzählen.

Der Abend startete mit einem prächtigen Dinner im Restaurant Belvedere mit Blick über das hellerleuchtete nächtliche Bujumbura. Eingeladen hatte die ehrenwerte Ministerin für Handel, Industrie, Post und Tourismus, Frau Victoire Ndikumana sowie weitere Tourismuspolitiker und lokale und international Geldgeber. Die Ministerin Ndikumana richtete in Ihrer Rede einige warme Worte an die deutsche Delegation und betonte die Wichtigkeit des Tourismus für die wirtschaftliche Entwicklung Burundis sowie die Wichtigkeit des deutschen Quellmarktes. Der gemeinsame Abend fühlte sich eher wie ein Abend unter Freunden als mit Regierungsvertretern an: eine entspannte Atmopshäre und viel Lachen!

Rusizi Natural Reserve

Rusizi Natural Reserve

Der vorletzte Tag unsere Tour startete mit einer Bootstour auf dem Tanganyikasee und dem Fluss Rusizi, wo wir Nilpferde und Krokodile sahen. Die meiste Zeit an diesem Tag verbrachten unsere Journalisten getrennt von den Reiseveranstaltern, da wir für diese ein individuelles Programm organisiert hatten, dass sich besser deren Bedürfnisse nach Erzählbarem anpasste. Dazu gehörten zum Beispiel ein Interview mit einer NGO, ein Treffen mit einer weiblichen Künstlerin etc. Die Reiseveranstalter auf der anderen Seite wurden am Vormittag im Bora-Bora Beach Resort erwartet von lokalen Tourenveranstaltern für eine Art Speed-Dating. Nach dem Lunch machten unsere Resieveranstalter eine Hotelbesichtigungstour durch Bujumbura und durften einen Blick über die Grenze zur Demokratischen Republik Kongo erhaschen. Ein Tagesausflug von hier zum Gorilla Trekking würde einen idealen Mehrwert für einen Trip nach Burundi darstellen.

Bora-Bora Beach Resort Bujumbura

Bora-Bora Beach Resort Bujumbura

Wir beendeten den Tag mit einem hervorragenden Dinner bei „Le Maquis“ und starteten von dort aus unsere Tour durch das Nachtleben Bujumburas. Wir begannen mit einem Club namens Mukolomboka, der erfüllt war von Burundischen Beats, eine absolut mitreißende Atmosphäre. Unser nächster Stop war die Havana Bar, durch die wir nur eine kurze Tour machten,um uns dann doch lieber fürs Tanzen im Club Toxic zu entschieden – einem angesagten Hotspot der Hauptstadt. Wir tanzten bis spät in die Nacht, absolut angemessen für einen letzten Abend!

Der Abreisetag war reserviert für Entspannung und Souvenir Shopping, „unterbrochen“ vom Mittagessen im afrikanischen Restaurant Baobab. Unsere Begleiter Valentin und Christian brachten uns dann am frühen Abend zum Flughafen Bujumburas. Dies ist jedoch kein „Mach’s gut“, sondern viel eher ein „Auf Wiedersehen – bis zum nächsten Mal!“.

Standesgemäß beendeten wir unsere aufregende Tour durch dieses wunderschöne und überraschende Land mit lokal gefertigtem Ananaswein, bevor es dann zurück ging in unsere Heimathäfen Frankfurt, Berlin, München, Dresden, Leipzig und Köln!

Wir möchten auch an dieser Stelle all unseren Teilnehmern für diese großartige Reise danken – wirklich eine tolle Gruppendynamik! Außerdem möchten wir natürlich auch dem Ministerium für Handel, Industrie, Post und Tourismus danken uns diese einmalige Chance ermöglicht zu haben. Ein großer Dank geht auch an das Burundische Amt für Tourismus für ein so gastfreundliches Team, dass sich um all die kleinen Details kümmerte und so flexibel auf alle individuellen Bedürfnisse und Wünsche einging!

Unsere besten Wünsche nach Burundi

Henriette and Guillermo

Bujumbura Airport Copyright Susan- Bussinger/DIAMIR

Bujumbura Airport Copyright Susan- Bussinger/DIAMIR

 

 

Autor: Henriette Stieger

I hold a Masters degree MSc. in Public Policy and Human Development, major: Sustainable Development (Maastricht University). Furthermore, I am a certified Project Manager for European Sustainable Development 'PM4ESD' (APMG certified july 2013) and I am a certified Innovation Trainer (july 2014 by motiv® Gesellschaft für Innovation/ Society for Innovation). I hold a B.A. (august 2008) in International Business, major: Tourism Management (CBS Cologne) as well as a certificate in hotel management from the German Chamber of Commerce and Industry (july 2005). My consulting focus lies in marketing, training and sustainable tourism as well as in integrated regional development. Contact: stieger@compass-cbs.de, tel. +49 (0)221 9499201

2 Kommentare

  1. Pingback: Presse- und Famtrip nach Burundi - 8 Tage Abenteuer im Herzen Afrikas | Compass GmbH - Blog

  2. Sehr geehrtes Reiseleiter-Team,
    Ich habe eine Anmerkung bezüglich Ihres Kommentars: “Die Geschichte hinter diesem Naturdenkmal verrät, dass genau an diesem Punkt die Deutschen Soldaten während des 1. Weltkriegs von Tanzania aus in Burundi eindrangen. Man findet auch tatsächlich noch Überreste einer deutschen Befestigungsanlage.“ Die Deutschen befanden sich ja bereits in Burundi. Dies war ein Teil des Schutzgebietes Deutsch Ost-Afrika. Es bestand also gar kein Grund `in dieses Gebiet einzudringen´.

    Mein Ratschlag: Nicht immer alles glauben was man ihnen auftischt. Besser alles nochmals nachprüfen, sonst würden Sie sich, gerade als Reisleiter der Lächerlichkeit preisgeben. MfG Holger Kotthaus

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