Internationale Gruppen-Pressereisen

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Ich betreue bei der COMPASS GmbH das Interreg-Projekt „Herz von Europa“. In diesem Rahmen organisierte ich in den letzten Monaten zwei internationale Gruppen-Pressereisen. Das “international” galt dabei gleich doppelt:

  • Zum einen kamen die Journalisten selbst aus 3 Ländern.
  • Zum anderen besuchten wir im Laufe der Reisen jeweils 4 Regionen in 3 Ländern.

Funktioniert das? Natürlich, allerdings sollten bei der Organisation und der Programmgestaltung internationaler Gruppen-Pressereisen einige Punkte berücksichtigt werden.

Mehrsprachige Begleitung

Journalisten aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden nahmen an den Pressereisen ins „Herz von Europa“ teil und so erlebte die Gruppe eine bunte Sprachmischung: Deutsch, Niederländisch und Französisch – alles durcheinander. Wenn es nicht anders ging, sogar noch Englisch.

Um sicherzustellen, dass alle Journalisten während der Reise kompetent betreut werden, sollte auch die Begleitung alle Sprachen sprechen. Ich habe es die Tage sehr genossen, ständig von einer Sprache in die andere umzuschalten.

Doch nicht nur im Kontakt mit den Journalisten selbst, auch vor Ort hat es einen deutlichen Vorteil, die jeweilige Sprache zu sprechen. Zwar wurden wir bspw. jeweils von einem Vertreter der jeweiligen Tourismusorganisation in Empfang genommen und begleitet. Aber das ein oder andere musste dennoch vor Ort noch kurz geklärt werden. Perfekt, wenn man da – im wahrsten Sinn des Wortes – die gleiche Sprache spricht.

Mehrsprachiges Programm

Die beiden Pressereisen führten uns durch alle vier Partnerregionen von „Herz von Europa“: das niederländische Süd-Limburg, die belgischen Provinzen Limburg und Lüttich sowie die deutsche StädteRegion Aachen-Düren-Heinsberg. In den verschiedenen Attraktionen und Restaurants erhielten wir Informationen von einem der dortigen Mitarbeiter. Perfekt dabei: die Grotten von Remouchamps in der Provinz Lüttich. Der dortige Guide sprach alle Sprachen. Er fing seine Tour auf Englisch an, konnte jedoch auch auf Deutsch, Niederländisch und Französisch weitere Informationen liefern oder individuelle Fragen beantworten.

Kein Mitarbeiter vorhanden, der alle Sprachen spricht? Wie wäre es dann, die Gruppe aufzuteilen? Für manche Besichtigungstouren ist eine solche Verkleinerung der Gruppe sowieso recht sinnvoll. Unser Stadtrundgang nebst Jeneververkostung bei Wissels in Hasselt fand hierdurch zum Beispiel sowohl auf Deutsch, als auch auf Niederländisch und Französisch statt.

Als Alternative bleibt natürlich immer: auf das allgemein übliche Englisch auszuweichen. Spart Zeit und Personal. Allerdings werden Informationen in einer fremden Sprache weniger gut behalten, sodass dies wirklich die Alternative bleiben sollte.

Was definitiv keine Alternative ist: eine Führung nur in der dortigen Landessprache. So kann von einem Wallonen beispielsweise nicht erwartet werden, dass er Deutsch und von einem Deutschen nicht, dass er Niederländisch versteht.

Mehrsprachiges Informationsmaterial

In welcher Form und Sprache die Informationen vor Ort letztlich angeboten werden: die Journalisten müssen die jeweiligen Presseinformationen in ihrer eigenen Sprache erhalten. Eine Informationsbroschüre auf Französisch hilft dem Niederländer nicht weiter, und ein Informationsflyer auf Deutsch dem Wallonen nicht.

Aus diesem Grund verzichteten wir darauf, den Journalisten bei jeder besuchten Attraktion ein umfangreiches Informationspaket in die Hand zu drücken. Viele der Informationen sind (noch) nicht in allen Sprachen verfügbar. Außerdem: Bei vier Regionen in drei Tagen käme einiges an Papier zusammen. Stattdessen speicherten wir vorab alle relevanten Informationen auf einem USB-Stick: Presseberichte der besuchten Regionen und Attraktionen – jeweils in den Sprachen Deutsch, Niederländisch und Französisch – inklusive entsprechendem Bildmaterial.

Fazit

Bei Pressereisen mit Journalisten unterschiedlicher Nationalitäten ist es wichtig, dass alle Etappen der Reise – von der Vorab-Kommunikation, über die Begleitung währenddessen bis hin zur Nachbereitung – in der jeweiligen Sprache des Journalisten verlaufen.

 

Hier erfahren Sie mehr, was wir Destinationen bieten können.

 

 

Autor: COMPASS

Das Team von COMPASS widmet sich in diesem Blog inhaltlich den übergeordneten Themen Marketingbüro, Europa, Tourism & Peace, Nachhaltigkeit und Marktforschung.

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